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Budapest - eine faszinierende, eigenwillige Stadt mit Charme

Ein Spaziergang zwischen Rosen, den Büsten ungarischer Künstler und den Ruinen eines alten Dominikanerinnenklosters lässt es unwirklich erscheinen, dass die Margareteninsel umgeben ist von einer der größten und schillerndsten Metropolen Europas. Die Insel ist die grüne Lunge Budapests, dieser Stadt der Vielfältigkeit und Gegensätze. Auf der einen Seite der Donau erheben sich die Hügel mit den Stadteilen Buda und Óbuda, am anderen Ufer erstreckt sich das pulsierende Pest.

Buda und Óbuda
Von der Zitadelle auf dem Gellérthegy aus bietet sich ein imposanter Blick über die Stadt. Die Festung wurde 1848 von den Österreichern erbaut, um den widerspenstigen Ungarn Respekt einzuflößen.

Weiter links lässt sich der Burgberg erkennen, auf dem sich das beeindruckende Schloss befindet, in dem neben der Nationalgalerie noch weitere Museen ihr Domizil gefunden haben.

Das Burgviertel entführt in eine andere Welt, in ein unterirdisches Labyrinth und zu der märchenhaft anmutenden weißen Fischerbastei und der Mathiaskirche. Wiederum bietet sich ein grandioser Blick auf Pest, insbesondere auf das größte Parlamentsgebäude der Welt, das sich am gegenüberliegenden Donauufer ausbreitet.
 

Pest
Dieser neogotische Palast, erbaut zwischen 1885 und 1902, ist eine Feier der ungarischen Unabhängigkeit und Größe. Derart repräsentative Gebäude finden sich an vielen Stellen in Budapest.

Aber auf der Pester Seite finden sich auch die größten Gegensätze. Konzentriert sind diese im „Haus des Terrors“ in der Andrássy út. Hier wird die wechselhafte Geschichte Ungarns im 20. Jahrhundert, die Unterjochung durch Faschisten und Stalinisten vergegen-wärtigt.

Eher grotesk mutet dagegen der Szoborpark an: hier wurden nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kommunistische Monumente in einem Park versammelt. Es finden sich Marx, Engels und ungarische Kommunisten in schweigsamer Runde.

Pest bietet auch die vielfältigsten Einkaufsmöglichkeiten. Die Váci utca ist Budapests Prachtmeile, deren buntes Treiben von einem der schönen Cafés gut zu verfolgen ist. In der Altstadt sind viele Viertel von Grund auf saniert worden und vermitteln das Flair vergangener Jahrhunderte, vor allem in den versteckten Hinterhöfen, die häufig die interessanteren Geschäfte beherbergen als die großen Promenaden.

Die Straßen leeren sich hier auch bei Nacht nur unwesentlich; wo tagsüber Touristen die Straßenzüge prägen, schwärmen zu später Stunde die Vergnügungswilligen aus, um die zahlreichen Kneipen und Discotheken zu bevölkern.

Budapest ist eine faszinierende, eigenwillige Stadt. Das Nebeneinander von Pracht und Armut in Verbindung mit ihren zähen, lebensbejahenden Einwohnern macht sie so reich.
 

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